Zucht und Körordnung: FRANZÖSISCHE BULLDOGGE

Diese Zuchtordnung soll dazu beitragen, den Rassestandard der einzelnen Rassen zu erhalten und zu verbessern.
Das Ziel eines jeden Züchters sollte sein aus gesunden Elterntieren eine gute Nachzucht zu erhalten.
Diese Zuchtordnung ist bindend für alle Mitglieder der Interessen Gemeinschaft Mops und  CO.

I. Züchter

  1. Als Züchter wird derjenige bezeichnet, der eine zuchttaugliche Hündin besitzt und diese zur Zucht einsetzt.
  2. Der Züchter ist verpflichtet im Interesse seiner Rasse zu handeln und die Regeln dieser Zuchtordnung zu beachten. Besonderes Augenmerk gilt dem Tierschutzgesetz (insbesondere § 11b) und der Hundeverordnung. Übertypisierung ist unbedingt zu vermeiden.
  3. Züchter und Deckrüdenbesitzer  haben die Pflicht  , sich davon zu überzeugen, das die Partner ihrer Tiere zuchttauglich geschrieben sind. Dazu gehören die Kontrolle der Zuchttauglichkeitsbescheinigung, der Ahnentafel, Zuchtpause bei Rüden und Hündinnen Untersuchungsergebnisse, sowie das Deckbuch.
  4. Die Gesundheit und das Wohlergehen der von ihm gehaltenen Hunde und der Nachzucht muss für jeden Züchter aller  höchstes  Gebot sein.
  5. Bei mehr als 3 fortpflanzungsfähigen Hündinnen (rasseunabhängig) hat der Züchter gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe a. Tierschutzgesetz in Verbindung mit Nr. 12.2.1.5. und 12.2.1.5.1 Tier Sch VwV eine Genehmigung der Veterinärbehörde einzuholen..
  6. Es findet ein Zuchtstättenkontrolle  bei Hündinnen und Rüdenbesitzern statt, sie erfolgt durch einen Zuchtwart in Begleitung. Die Zuchtstätte wird vor Eintritt in die IG-Mops & Co. kontrolliert.
  7. Im Interesse der Rasse ist es erwünscht, dass sich jeder Züchter kontinuierlich fortbildet.

II. Haltung

  1. Eine gut geführte Zucht braucht Raum und Zeit, bei 50qm.Wohnraum dürfen nur 2 Hunde in der Zucht sein. Das halten in Zwingern, Käfigen. Kellern, Garage oder Gartenhaus ist untersagt..
  2. Bei der Aufzucht von Welpen ist sicherzustellen, dass ausreichend Platz vorhanden ist  und regelmäßiger Kontakt zum Züchter und dessen Umfeld gegeben ist. Es ist  sicher zu stellen das eine angemessene Ernährung und Hygiene  gewährleistet sind. Gleiches gilt für alle vom Züchter gehaltenen Hunde.
  3. In einer Zucht dürfen innerhalb eines Jahres 5 Würfe fallen, jeder weitere Wurf muss von Vorstand und Zuchtwarten genehmigt werden. Um eine gute Versorgung der Mutterhündin und der Welpen zu gewährleisten, dürfen bei einem Züchter nicht mehr als 2 Würfe gleichzeitig fallen. Hündinnen die zwei Würfe durch Schnittgeburt (Kaiserschnitt) zur Welt gebracht haben, müssen aus der Zucht genommen werden.
  4. WELPEN
    1. Die Wurfmeldung muss innerhalb von 10Tagen eingereicht werden.
    2. Die Wurfabnahme kann durch einen Tierarzt oder Zuchtwart erfolgen.
    3. Alle Welpen müssen bis zur Abgabe entwurmt , geimpft und gechipt sein und dürfen nicht vor Vollendung der 8.Lebenswoche abgegeben werden.
    4. Die Chipnummer wird im Ahnenpass eingetragen.
    5. Es ist ausdrücklich untersagt Welpen oder Hunde(Zuchthündinnen oder Zuchtrüden) an gewerbliche Hundehändler oder Zoogeschäfte abzugeben, oder selber Handel zu treiben. Wird gegen diesen Vorsatz verstoßen , so wird der betreffende Züchter aus der IG-mops & Co. ausgeschlossen.
    6. Ebenfalls untersagt ist das Versenden von Welpen. Jeder Züchter ist für den Gesundheitszustand seiner Welpen verantwortlich, evtl. Mängel müssen im Kaufvertrag festgehalten werden.

III. Zucht

  1. In der IG-Mops & Co darf nur mit ausdrücklich zur Zucht zugelassenen Hunden gezüchtet werden.
  2. Alle in der Zucht eingesetzten  Hunde müssen eine Zuchttauglichkeit absolvieren Diese beinhaltet generell:
    1. allgemeine tierärztliche Untersuchung
      1. eine Untersuchung auf PL (Patellaluxation):
        Zugelassen werden  nur
      • PL-0 und PL-0..
      1. Röntgenuntersuchung auf HD (Hüftgelenks-Dysplasie):
        Die Röntgenaufnahme muss unter Sedierung erfolgen.
        Zugelassen   
      • HD 0 keine Auflagen
      • HD 1 bis Übergangsform mit Auflagen nur Partner mit 0  
      • HD 2 leichte HD nur mit Auflage Partner muss 0 sein
      • HD 3 mittlere  HD Zuchtverbot
      • HD 4 schwere HD Zuchtverbot
      1.  Röntgenuntersuchung ED (Ellenbogendysplasy)     
      • ED 0 mit 0     
      • ED Übergang nur mit 0
      1. Keilwirbel
      • keine Keilwirbel
      • bis zu 3 Keilwirbeln Auflage mit freiem Partner
      • Position der Keilwirbel müssen angegeben werden
    2. Weitere Untersuchungen:
      1. Herz….
      • Ultraschall
      • Doppler
      • Röntgen ..
      1. Augen
      • Distichiasis
      • Entropion
      • Ektropion
      • Cherry Eye
      1. Gebiss
      • Vollzahnigkeit
      1. Atmung
        • Endoskopische und Röntgenologische Untersuchung der Trachea
        • Gaumensegel
      2. Untersuchung auf Maligne Hyperthermie (MH)
      3. DNA Profil
      4. Der Rüde sollte selbstverständlich 2 Hoden haben
  3. Deckalter einer Hündin 18 Monate
  4. Deckalter Rüde 18 Monate
    • Begründung für die Späte ZTP:
      Bei einigen Hunde ist mit dem 12 Lebensmonat die Wachstumsfuge geschlossen. Beim Kreuzbein sieht es anders aus. . Es besteht aus Darmbein, Schambein und Sitzbein. Diese drei Knochen treffen in der Gelenkpfanne zusammen. Während des Wachstums sind diese drei Knochenanteile nicht knöchernd mit einander verwachsen. Das geschieht erst im Laufe der Zeit( ca. bis zum 2 Lebensjahr) diese Knochenteile sollen in Ruhe verknöchern.
  5. Untersuchung ab 15 Monate  sind für  die Zuchttauglichkeit möglich
  6. Rüde und Hündin müssen zumindest an einer Ausstellung teilnehmen oder einem Zuchtwart vorgestellt werden.
  7. Für die Zuchttauglichkeit sind 2 Ausstellungen erforderlich von der  1 in der offenen Klasseerfolgen muss.
  8. Der Hund muss  dem Zuchtwart für Französische  Bulldoggen vorgestellt werden zwecks Rassetypus und Wesensprüfung
  9. Hündinnen und Rüden die schon zuchttauglich geschrieben sind und nicht alle erforderlichen Untersuchungen haben, sollten diese wenn sie unter 3 Jahre alt sind nachholen.
  10. Bei über 3 jährigen
    • Nur mit 0 verpaaren  mit Nachzuchtkontrolle.
  11. Eine Hündin kann innerhalb von 3 Tagen  zweimal gedeckt werden.Es ist grundsätzlich eine Läufigkeit nach der Geburt auszulassen oder es müssen mindestens 11 Monate dazwischen liegen
  12. Ein Rüde darf innerhalb eines Jahres 20 Decksprünge haben, wobei zwischen den Sprüngen mindestens eine Woche liegen muss.
  13. Inzestverpaarungen sind nicht erlaubt.
  14. Das Körmass beträgt höchstens 30 cm. bis 35 cm. Ab 38 cm nach Rücksprache mit zwei Zuchtwarten, wenn die Untersuchungsergebnisse gut sind und der Gesamteindruck stimmig ist.
  15. Wesensschwäche wie Scheuheit, Ängstlichkeit  oder Agressivität  können auch zum Zuchtausschluss führen.
  16. Das Zuchtende bei Hündinnen und Rüden liegt bei 8 Jahren. Bei guten Gesundheitszustand in Absprache mit den Zuchtwarten bei Rüden 10 Jahre.
  17. Deckakt
    •  Zuchthündinnen- und Deckrüdenbesitzer sind verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass die Partner ihrer Tiere zuchttauglich geschrieben sind. Dazu gehört die Kontrolle der Zuchttauglichkeitsbescheinigung, der Ahnentafel, Zuchtpause und bei Rüden und Hündinnen und die Untersuchungsergebnisse.
  18.  Deckbuch
    •  Jeder Deckrüdenbesitzer hat ein Deckbuch zu führen.
    • Folgende Angaben müssen fortlaufend eingetragen werden:
      • Name des Deckrüden,
      • Wurftag,
      • Zuchtbuchnummer,
      • Chipnummer,
      • errungene Titel,
      • Zuchttauglichkeit,
      • alle Untersuchungen und Prüfungen,
      • Name der belegten Zuchthündin (und deren Angaben, siehe Angaben des Deckrüden),
      • Anschrift des Besitzers der Zuchthündin,
      • Decktag und
      • Wurfergebnis.
    • Der Hauptzuchtwart oder Zuchtwart können jederzeit das Deckbuch einsehen
  19. Farben der Französischen Bulldooge
    • Fawn
    • alle Abstufungen von »Rot« bis »Milchkaffee« zulässig.
    • Brindle (gestromt)
    • alle Abstufungen von schwarz mit wenig  heller Stromung
    • bis zu Fawn mit wenig schwarzer Stromung(revers brindle
    • Weiß
    • Schwarz-weiß gescheckte(black-pied)
    • Braun(Choco)
    • Black and Tan
    • Sable (Diese Farben basieren auf gesunden Farbgenen und es sind damit keinerlei krankmachende „Nebenwirkungen“ in Zusammenhang zu bringen.)
    • Kein Merle, Blau oder Lilac
  20. Bei Nichteinhaltung der Auflagen werden folgende Strafen fällig:
    • Beim 1.mal Abmahnung und eine Gebühr von 100 Euro,. Diese sind an den Tierschutz zu leisten.
    • Beim 2.mal wird die Zertifizierung abgesprochen und es ist  eine Gebühr von 500,- Euro an den Tierschutz zu leisten.

IV. Ergänzung der Zuchtordnung

1. ...

 

Gronau,den xx.xx.xxxx
Der Vorstand